Jugend-Feuerwehrtag, 26,5 Stunden unter echten Bedingungen. Sieben Einsätze, ein Fehlalarm, Übungen und Schulungen. In den 26,5 Stunden, die vier Mädchen und neun Buben zum Berufsfeuerwehrtag der Jugend in Wolnzach erlebten, kamen sie manchmal ganz schön ins Schwitzen.
So etwas hatte es bei der Wolnzacher Feuerwehr noch nicht gegeben. Unter möglichst realistischen Bedingungen konnten die Nachwuchsfeuerwehrler einen Tag und eine Nacht im Gerätehaus verbringen - ohne zu wissen, welche Überraschungen ihre "Chefs" so für sie bereit hielten. Ein Angebot, das ankam, denn 13 Jungfeuerwehrler waren schnell Feuer und Flamme.
Los ging´s noch ganz gemütlich mit Einteilung, Frühstück, einer ersten Einsatzübung und Dienstsport. Schon nach dem Mittagessen am Samstag folgte dann aber der erste "Ernstfall". Bei einem Verkehrsunfall am alten Bahnhof musste der Rettungsspreizer zum Einsatz gebracht und eine verletzte "Person" geborgen werden. Da hatten sich die Jungfeuerwehrler Kaffee und Kuchen verdient, sollte man meinen. Aber schon eine halbe Stunde nachdem der erste Schluck getrunken war, folgte der nächste Alarm: Öl auf dem Larsbach, so eifrig gingen die Buben und Mädchen zur Sache, dass gleich eine von ihnen baden ging. Gut, dass alles schnell verlief, denn schon eine Stunde später "brannte" die Barthhalle.
Dass die Nachwuchsfeuerwehrler die Schlauchleitung so schnell legten, erstaunte selbst die Ausbilder. Da hatten sie sich die Wasserschlacht danach redlich verdient. Ziemlich müde waren die Floriansjünger dann schon am Abend und freuten sich auf Getränke und Grillen - da ging um 20:30 Uhr nochmal der Alarm, eine Katze (besser gesagt: ein Teddybär) musste vom Baum gerettet werden. Nachdem das "wilde Tier" in Sicherheit war, blieb wieder nur kurze Zeit zum Verschnaufen. Neuer Alarm um 22:00 Uhr: Preysingstraße 71, Zisterne auspumpen. Wo ist die Preysingstraße 71 ? Gut, wer sich informiert, denn die 71 war die eigene Adresse, das Feuerwehrhaus. Einsatz erledigt, Nachtruhe, aber nur bis 2:00 Uhr.
Dann musste eine vermisste Person gefunden werden. So müde war da einer, dass er verschlief. Er konnte sich auf seine Kollegen verlassen. Endlich schlafen, um 7:00 Uhr Wecken, Frühstück und danach Unterricht. Und gerade, als alles sauber, alles gewaschen war, ging nochmals der Alarm. Gemein, aber es war nur ein Fehlalarm. Ganz schön geschafft waren die 13 Teilnehmer am Ende, aber auch ganz schön stolz. Können sie auch sein, denn sie haben nicht nur eine tolle Gemeinschaft erlebt, sondern auch richtig gute Arbeit geleistet.